Risikoanalyse

Wie baue ich eine Geldwäsche-Risikoanalyse auf?

Die Risikoanalyse bildet die Grundlage einer wirksamen Geldwäscheprävention. Wir zeigen, wie Unternehmen ihre Risiken systematisch identifizieren, bewerten und geeignete Sicherungsmaßnahmen ableiten können.

7 Min. Lesezeit

Eine Risikoanalyse sollte nicht lediglich als regulatorisches Pflichtdokument betrachtet werden. Sie bildet die Grundlage dafür, die eigenen Geldwäscherisiken zu verstehen und die internen Sicherungsmaßnahmen gezielt danach auszurichten.

1. Geschäftsmodell und Ausgangslage verstehen

Zu Beginn sollte beschrieben werden, welche Dienstleistungen oder Produkte das Unternehmen anbietet, welche Kundengruppen angesprochen werden, in welchen Ländern Geschäftsbeziehungen bestehen und über welche Vertriebs- oder Zahlungswege Leistungen erbracht werden.

2. Relevante Risikofaktoren identifizieren

Typische Risikofaktoren sind insbesondere:

  • Kundenrisiken
  • Produktrisiken
  • geografische Risiken
  • Vertriebsrisiken
  • Transaktionsrisiken
  • Risiken aus neuen Technologien oder Vertriebsmodellen

Dabei sollte nicht nur theoretisch betrachtet werden, welche Risiken bestehen könnten, sondern welche Risiken tatsächlich zum eigenen Geschäftsmodell passen.

3. Inhärentes Risiko bewerten

Im nächsten Schritt wird bewertet, wie hoch das jeweilige Risiko ohne Berücksichtigung bestehender Kontrollmaßnahmen wäre. Dabei können beispielsweise Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen betrachtet werden.

4. Bestehende Sicherungsmaßnahmen berücksichtigen

Anschließend wird betrachtet, welche Maßnahmen das Unternehmen bereits eingerichtet hat.

  • Kundenidentifizierung
  • PEP- und Sanktionsscreening
  • Risikoklassifizierung
  • verstärkte Sorgfaltspflichten
  • Monitoring
  • interne Kontrollen
  • Schulungen
  • Eskalationsprozesse

5. Restrisiko bestimmen

Nach Berücksichtigung der vorhandenen Maßnahmen wird das verbleibende Risiko bewertet. So wird sichtbar, in welchen Bereichen zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

6. Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festlegen

Aus der Risikoanalyse sollten konkrete Maßnahmen entstehen. Für jede wesentliche Maßnahme sollten möglichst festgelegt werden:

  • Verantwortlicher
  • Umsetzungsfrist
  • Priorität
  • Status
  • Wirksamkeitskontrolle

7. Regelmäßig aktualisieren

Die Risikoanalyse sollte regelmäßig und zusätzlich bei wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells, der Produkte, Kundenstruktur oder regulatorischen Rahmenbedingungen überprüft werden.

Praxishinweis: Eine Risikoanalyse gewinnt an Aussagekraft, wenn sich die abgeleiteten Maßnahmen im Kontrollplan und in den internen Prozessbeschreibungen wiederfinden.

Sie möchten Ihre bestehende Risikoanalyse überprüfen oder erstmals strukturiert aufbauen?

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Wie können wir Sie unterstützen?

DoCa Monitoring unterstützt Verpflichtete bei der praxisnahen Umsetzung geldwäscherechtlicher Anforderungen – von der Risikoanalyse über Kontroll- und Monitoringprozesse bis zum PEP- und Sanktionsscreening.

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Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Die konkrete Umsetzung geldwäscherechtlicher Anforderungen ist stets anhand des jeweiligen Geschäftsmodells und der anwendbaren regulatorischen Vorgaben zu beurteilen.